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Norwegen 2003 (von Katja und Ingo aus Hannover)

Reisebericht vom Norwegenurlaub 2003 (von Katja Reichstein und Ingo Siegmann)


Montag, 16.06.2003

Im Fährterminal in Hirtshals noch ein paar Pommes und einen Backfisch eingeworfen und dann ging es auch um 01.15 Uhr schon los. Weil die Überfahrt nach Kristiansand nicht so lange dauern sollte, haben wir in den super unbequemen Schlafsesseln Platz genommen. Trotz Blick auf die See konnten wir nicht so einfach einschlummern, da ein fettleibiger Herr direkt neben uns den gesamten Wald Dänemarks rodete.

Das war die schlimmste Nacht unseres Urlaubs. Auch die verzweifelten Weckversuche der anderen Mitreisenden ließen den Schnarcher kalt und er schlief durch bis zum nächsten Morgen.

Sichtlich gerädert und völlig übermüdet erklommen wir das Deck der Fähre und genossen den wunderschönen Ausblick auf die See und vor allem auf Kristiansand. Die kleinen, felsigen, vorgelagerten Inselchen waren in diesem Urlaub unser erster Eindruck von Norwegen.

Der Weg von der Fähre führte uns direkt zum Bahnhof. Die Reservierungen für den Zug nach Oslo waren schnell und ohne Probleme gekauft, da die Norweger alle gut Englisch sprechen -da können wir Deutschen natürlich nicht mithalten.

Weil die Sonne schien, dachten wir an ein schönes Frühstück auf dem Marktplatz mitten in der Stadt. Schnell war der Platz gefunden und wir schmausten unsere trockenen Brötchen mit dem Kräuterfrischkäse. Alles wieder gut verstaut, schlenderten wir noch gemütlich zum Hafen. Die Aussicht und das klare Wasser waren überwältigend. Unsere Freude wurde jedoch schnell gestoppt, da ein "Frankfurter Grieche" sich in unser Gespräch einmischte und sagte, dass das Wasser hier sehr schmutzig sei. Wir ließen uns nicht vertreiben, sondern bewunderten noch einige Zeit die interessanten Quallen und alle Arten von Muscheln.

Diese ersten Eindrücke konnten wir gar nicht richtig genießen, da unser Zug nach Oslo auch schon um 09.45 Uhr abfahren sollte. Wir gingen also zurück zum Bahnhof, um unsere Fahrt Richtung Hauptstadt anzutreten. Diese Fahrt entpuppte sich als eine Qual, denn der Zug war eng und völlig überheizt. Die Klimaanlage schien nicht zu funktionieren. Eigentlich wollten wir die wunderschöne Landschaft auf der ersten Fahrt durch Norwegen genießen, aber der Sandmann war stärker. Doch wegen der Hitze wachte man ständig mit einer trockenen Kehle auf. Diese wenigen Zeitpunkte nutzten wir dann aber um so intensiver zur Landschaftsbetrachtung. Die Hitze und der wechselnde Schlaf- und Wachzustand brachte unseren Kreislauf völlig durcheinander, so dass wir überglücklich endlich in Oslo ausstiegen und die frische Luft förmlich in uns hineinsaugten.

Das Gepäck war schnell verstaut. Doch die Entscheidungsfreude bei der Nahrungssuche raubte uns den letzten Nerv. Nach langem Hinundhergetaumel aßen wir dann eine Pizza im Bahnhof. Die wohl teuerste Pizza unseres Lebens war das. Die Stadt erkundeten wir natürlich auch noch. Erst schlenderten wir durch die Haupteinkaufsstraße, dann zur Festung am Hafen. Der Ausblick von dort war echt atemberaubend. Noch schnell ein Bummel durch die Hafenpromenaden und dann mussten wir auch schon wieder zum Bahnhof zurück, da wir unseren Nachtzug nach Myrdal um 23.11 Uhr nicht verpassen wollten.

In Oslo freuten wir uns schon, dass nicht wieder ein potenzieller Schnarcher mit an Bord war, doch diese Vorfreude wurde an der nächsten Station schon wieder getrübt. Na ja, trotz des Schnarchers versuchten wir so gut es eben ging, eine kleine Mütze voll Schlaf zu bekommen.

Dienstag, 17.06.2003

Die Mütze blieb auch wirklich klein, denn dunkel ist es nicht wirklich geworden, so dass wir die Zeit größtenteils dazu nutzten uns die Landschaft anzuschauen. Was treibt die Menschen nur in so eine Einsamkeit??? Weit weg von jeglicher Zivilisation!

Um 04.45 Uhr erreichten wir dann auch schon unser Ziel. In Myrdal wünschten wir uns Schal und Mütze, da die Luft sehr kalt war. Schnell noch das Fotoshooting hinter uns gebracht, packten wir uns wie die Bahnhofspenner in der zum Glück beheizten Wartehalle auf unsere Isomatten und schlummerten ohne Unterbrechung bis der Fahrkartenschalter öffnete.

Kurz nachdem der Fahrkartenschalter geöffnet wurde, erwachte der winzige Ort zum Leben. Zwar gab es neben dem Bahnhof nur eine Handvoll Wohnhäuser in Myrdal, jedoch fuhren nun erste Baumaschinen aus dem Bahnhof auf die Strecke. Züge aus Flam und Bergen erreichten Myrdal und brachten Touristen und Einheimische mit. Wir bestiegen entsprechend unserer Reiseplanung die Flambahn talabwärts. Unsere Fahrt führte in einer wunderschönen, vielfältigen und stetig wechselnden Landschaft durch das Flamtal. Durch Kehrtunnel, über natürliche Brücken vorbei an Wasserfällen und einzelnen Häusern schlich unsere Flambahn dem Sognefjord entgegen. Dort angekommen suchten wir uns zunächst ein schönes Plätzchen direkt am Wasser zum Frühstücken.



Das reichhaltige Frühstück bestand einmal mehr aus Frischkäse, alten Brötchen und Orangensaft aus Colaflaschen. Nach dem Frühstück, welches wir mit einem lustigen kleinen Piepmatz abhielten, gingen wir zum Campingplatz, um dort einzuchecken und unser Gepäck abzustellen. Nach einem kurzen Nickerchen im aufgebauten Zelt ging es zum Einkauf und zum Fotoschießen am Flambahnhof. Die eingekaufte Erdbeermarmelade aus der Tube sollte in den nächsten Tagen dem Frischkäse den Rang als Hauptnahrungsmittel ablaufen.

Flamtal

Diese Landschaft hier war geprägt von Gegensätzen. Direkt an den Ufern des Fjordes ragten hohe Felswände viele Hundertmeter empor. Während unten bei milden Temperaturen die Sonne schien, lag oben auf den Berggipfeln noch reichlich Schnee. Diese außergewöhnliche Landschaft lud uns zu einem ausgedehnten Spaziergang ein, der uns entlang der Bahnstrecke wieder talaufwärts bis zum alten Ortskern von Flam führte.

Unterwegs bestaunten wir die Natur und andere Besonderheiten wie Stege über reißende Flüsse, welche im vorletzten Jahrhundert von Fischern angelegt wurden. Wir entdeckten das Tal bis die Füße weh taten und die Sonne hinter den Bergen versank. Nach unserer Rückkehr am Campingplatz war zum ersten Mal seit Arhus wieder eine Dusche angesagt. Ach, was tat das gut!!! Überhaupt war dieser Tag in Flam einschließlich unserer ersten Übernachtung im Zelt wohl einer der Höhepunkte des gesamten Urlaubes.

Mittwoch, 18.06.2003

Nach einem kurzen Frühstück mit der erwähnten Erdbeermarmelade auf Rosinenbrötchen stellten wir fest, dass unsere Zeit knapp bemessen war. Auf eine Dusche verzichteten wir mit dem festen Glauben, dass wir am Abend an unserer nächsten Station Bergen sicher eine erfrischende Dusche nehmen könnten. Dennoch wurde die Zeit nach dem Zeltabbau ziemlich knapp. Es blieb uns nichts anderes übrig, als unser Hab und Gut schleunigst zu verstauen und dann im Laufschritt zum Bahnhof zu eilen. Dort erreichten wir nur knapp unseren Zug zurück nach Myrdal. Auf einem Zwischenstopp bewunderten wir den Kjosfossen, einen rauschenden Wasserfall mit dem Waldgeist Huldra, der uns wie schon auf der Hinfahrt sein Liedchen sang.

In Myrdal angekommen sollte es mit dem nächsten Zug um 11.14 Uhr nach Bergen gehen. Auf der Fahrt konnten wir nun gut erholt und ausgeschlafen die Landschaft beobachten. Auch beobachteten wir eine Wetteränderung. Immer mehr Wolken waren am Himmel zu sehen. Kurz vor Bergen war die Sonne dann ganz verschwunden und pünktlich bei Verlassen des Bahnhofes begann es zu nieseln.

Unser Ziel war zunächst die Touristeninformation. Dort sollte man uns erzählen, wo es den nächsten Zeltplatz gibt, da wir noch im Bahnhof mit Schrecken feststellen mussten, dass es nicht wie im Internet angegeben, einen Zeltplatz direkt in Bergen gab. Die Dame in der Touristeninformation war sehr nett und erklärte uns an Hand einer Karte, dass alle Zeltplätze ab 11 km aufwärts außerhalb von Bergen lägen und sogar ein Bus alle Stellen anfahre.

Da die Zeit schon weit voran geschritten war und wir noch etwas von Bergen sehen wollten, fragten wir nach einer anderen Übernachtungsmöglichkeit. "Das Wetter schwenkt jetzt zwar um, aber auf dem Fløyen kann man auch zelten", sagte die junge Frau. Na, das hörte sich doch gut an! Wir besorgten uns also noch etwas Toastbrot und Scheibenkäse aus dem Supermarkt und machten uns auf die Suche nach der Fløyenbahn, die uns auf den Berg bringen sollte.

Die Haltestelle war schnell gefunden und die Fahrt war auch schnell vorbei, denn sie dauerte nur 2 Minuten. Diese Zeit nutzten wir, um uns einen Überblick über Bergen zu verschaffen. Das Wetter spielte nicht mehr mit und wir wussten nun was die Worte der Dame aus der Touristeninfo bedeuteten. Den Bewohnern des Naherholungsgebietes kam man schnell näher ;-). Noch die Worte der jungen Frau im Ohr suchten wir einen schönen Zeltplatz. Wir erwarteten große grüne Lichtungen im Wald hier oben. Zu dieser Jahreszeit würden hier sicher viele Leute campen.

Die Suche nach einem geeigneten Stellplatz für das Zelt entpuppte sich dann jedoch als sehr schwierig, denn schnell mussten wir feststellen, dass es hier nur drei Landschaftsformen gab: Felsen, Morast und Wald. Die gewünschten grünen Lichtungen gab es nicht. Wo also ein Zelt aufbauen??? Wir liefen mit unseren Rucksäcken durch das Waldgebiet, suchten hier und dort, fanden schöne grüne Flächen in Hanglage oder im Morast oder schöne ebene Flächen mit Felsen und Baumwurzeln. Wir kamen zu einer geeigneten Stelle, die aber schon von einem fremden Zelt besetzt war. Also suchten wir weiter. Nach langer Suche fanden wir endlich ein Plätzchen unter einem hohen Nadelbaum, der zunächst recht eben aussah.

Ohne viel Zeit zu verlieren, bauten wir das Zelt auf und packten die Sachen hinein, damit nicht noch mehr Zeug durchnässte. Das Liegen auf den Isomatten in den Schlafsäcken gestaltete sich als äußerst schwierig, denn kaum lag man ordentlich eingehüllt, dann rutschte man auch schon in Richtung Zeltausgang. Der Regen nahm und nahm keine Ende, so dass wir an den See gingen und unsere Abendtoilette (Zähneputzen und Händewaschen) erledigten. Nach der Begegnung mit einem Bären (war aber nur ein Hund) trotteten wir zurück zum Zelt und versuchten zu schlafen.

Es dauerte nicht lange und es begann durch das Zeltdach zu tropfen. Kurzerhand hatten wir eine Rucksackabdeckung zwischen Innen- und Außenzelt gestopft, und es war erst einmal wieder trocken. Gerade in den wenigen Stunden der Dunkelheit tropfte es dann wieder durch. Die Feuchtigkeit im Zelt stieg immer mehr an. Inzwischen waren die meisten Sachen klamm und feucht. In der einsamen Dunkelheit erschrak man nun bei jedem Geräusch. Da es aber total dunkel war, blieb uns nichts anderes übrig als dicht aneinandergekuschelt weiterzuschlafen. So richtig gut wie in Flam haben wir leider nicht genächtig.

Donnerstag, 19.06.2003

Unsere erste Nacht beim Wildcampen in Norwegen hatten wir also mehr schlecht als recht überstanden. Wir blickten auf eine spannende und irgendwie auch romantische Nacht zurück, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Am Morgen zwangen uns die Hüftschmerzen schließlich zum Aufstehen. Zum Frühstück gab es mal wieder Marmelade mit Toast. Das Zelt mussten wir durchnässt einpacken. Die Freude auf die Zivilisation war groß. Die Fløyenbahn brachte uns wieder sicher zurück nach Bergen, wo wir erst einmal den Bahnhof ansteuerten um unsere Rucksäcke loszuwerden.

Dann ging es auch schon wieder los mit der Stadtbesichtigung. Erst eine interessante Kirche, dann viele enge Gassen und natürlich Bryggen. Zwischendurch war der Hunger so groß, dass wir uns eine riesige Pizza bei Jeppe bestellten und diese dann so schnell verputzten wie sonst noch keine zuvor! Gut gestärkt schlenderten wir dann schließlich durch das alte Viertel Bryggen und bewunderten die ein oder andere Holzkonstruktion. Das Wetter bot an diesem Tag viel Nässe von oben und somit auch von unten.

Auf dem Weg Richtung Bahnhof erklommen wir noch schnell eine Festung. Des Weiteren gönnten wir uns eine Tüte norwegische Bonbons (Trollbrocken), die sich nach dem ersten Probieren als doch nicht so wohlschmeckend entpuppten.

Blick über das verregnete Bergen

Um 22.58 Uhr verließen wir letztendlich die verregnete Stadt Bergen mit dem Nachtzug nach Oslo. Die Fahrt führte uns wieder über die landschaftlich reizvolle Bergenbahn. Die Strecke schlengelt sich hier durch eine kahle Gletscherlandschaft mit wenigen Bewohnern. Immer wieder fragten wir uns, was die Leute in diese Einsamkeit zieht. Die nächste Zivilisation war meilenweit entfernt. Der Nachtzug war diesmal nicht sehr voll, so dass auch etwas Schlaf möglich war.

Freitag, 20.06.2003

Pünktlich um 06.26 Uhr erreichten wir wieder Oslo. Nach einem kurzen Frühstück mit den bereits bekannten Zutaten im Bahnhof der norwegischen Hauptstadt stolperten wir zum Fährterminal. Leider mussten wir vor Ort feststellen, dass noch geschlossen war und erst gegen Mittag die Möglichkeit bestand die Tickets zu kaufen für die Fähre nach Frederikshavn. Also entschieden wir aus der Not heraus, uns gemütlich in die Sonne auf die Festung am Hafen zu legen und Oslo beim Aufstehen zu beobachten.

Das nasse Zelt breiteten wir auf der Wiese aus und drehten und wendeten es bis es trocken war. Endlich konnten wir mal wieder alle Viere von uns strecken und ein kleines Nickerchen machen. Die Zeit verging wie im Fluge und es war Mittag, so dass wir den zweiten Versuch beim Fährterminal starteten. Der Schock war groß und die Ratlosigkeit machte sich breit als uns die nette Dame hinter dem Schalter zu verstehen gab, dass die nächste Fähre mit freien Plätzen erst am Sonntag fahren sollte. Die Gedanken flitzten uns nur so durch die Köpfe und wir gingen alle möglichen Lösungen für unser Problem Schritt für Schritt durch.

Fazit war: Wir mussten eine andere Fährgesellschaft nutzen! Warum in die Ferne schweifen, wenn doch direkt nebenan noch DFDS Seaways ihren Schalter hatte. Etwas verunsichert wandten wir uns an die Mitarbeiterin hinter dem Schalter und fragten nach noch freien Kapazitäten. Die Steine konnte man richtig von unseren Herzen fallen hören! Der Panikpegel sank schlagartig und Entspannung machte sich wieder breit. Schnell waren die Formalitäten erledigt und wir waren stolze Besitzer zweier Fährtickets.

Einen Haken gab es da aber noch: Die Fähre nach Kopenhagen sollte nämlich schon um 19.30 Uhr abfahren und der Checkin begann schon um 17.00 Uhr. Jetzt hieß es also noch einmal alles geben und in die Stadt zurück hetzen um noch schnell etwas zu essen und etwas von Oslo zu sehen. So konnten wir auch noch die Vorbereitungen für das bevorstehende Fest der Mitsommerwende beobachten. Nachdem wir das alles erledigt hatten stürzten wir sichtlich geschafft zur Fähre zurück und bezogen unsere Innenkabine Nr. 7205 auf Deck 7.

Hafen von Oslo mit Festung und Rathaus

Auf dem Schiff hatten wir auch endlich mal wieder die Möglichkeit eine Dusche zu benutzen. Das tat gut! Jetzt konnten wir uns auch wieder auf das Entdecken des Schiffes konzentrieren und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang. Wir liefen über Decks, durchstreiften die verschiedenen Gastronomieangebote und gaben unsere letzten norwegischen und dänischen Münzen im Dutyfree-Shop für Naschkram aus.

Die Fahrt im Oslofjord verlief ohne Probleme, aber die offene See machte uns doch ganz schön zu schaffen. Es war windig und entsprechend hoher Wellengang auf freier See. Die Übelkeit machte sich langsam aber sicher bemerkbar. Das Personal war eifrig damit beschäftigt die Kotztüten auf dem gesamten Schiff zu verteilen. Ein kleines Mädchen verzichtete auf die Tüte und erbrach über die Reling. Lecker! Andere Passagiere störten sich daran wenig und wischten und tatschten auf dem feuchten Geländer herum. Damit war dann die Freude wieder bei uns.

Gerne wollten wir ohne die Reisetabletten auskommen, da wir doch nicht solche Sensibelchen sind wie die anderen. Als dieses flaue Gefühl in der Magengegend gar nicht mehr aufhören wollte, besorgten wir uns jedoch auch solche Tabletten und nahmen je eine von der kostenlosen Medizin ein, um uns anschließend schlafen zu legen. Sofort schliefen wir nach diesem aufregenden letzten Tag in Norwegen ein.

Samstag, 21.06.2003

Das Klingeln des Weckers holte uns aus unseren Träumen zurück.
Die Vorfreude war riesig, denn heute wartete ein reichlich gedecktes Buffet an Bord auf uns! Wir probierten dieses und jenes und packten uns zum Schluss noch ein belegtes Brötchen ein, da wir noch nicht im Hafen waren und schlecht abschätzen konnten wie schlecht uns noch werden könnte.

Planmäßig um 09.15 Uhr legten wir in dem uns schon bekannten Hafen von Kopenhagen an. Das Verlassen des Schiffes war schnell geschafft, so dass wir zielstrebig zum Bahnhof gingen, wo uns der nächste Zug nach Hannover zurückbringen sollte. 11.47 Uhr war es dann leider oder eher Gott sei Dank so weit, dass wir in dem EC 36 den Bahnhof verließen und unsere Wahlheimat Hannover ansteuerten.

Diesmal sollte uns der Weg nicht über das dänische Festland bringen, sondern über die Vogelfluglinie mit der Fähre von Rødby nach Puttgarden. Sehr interessant, wie so ein ganzer Zug in einer Fähre verschwindet. Da wir nicht die gesamte Zeit im Dunklen sitzen wollten, erstiegen wir das Deck, wo wir noch einmal so richtig durchgepustet wurden. Auch dem Dutyfree-Shop statteten wir noch einen Besuch ab bevor wir wieder in die Tiefe des Zugdecks hinabstiegen.

Bald hatten wir das Festland heile erreicht, aber dort tat sich nichts! Der Zug blieb stehen und wartete auf den Gegenzug aus Frankfurt, der das Personal für unseren Zug mitbringen sollte! Na ja, so hatten wir wenigstens noch Zeit, unsere Tickets zu kaufen. Es wurde dann allerdings etwas knapp, da der Zug doch auf einmal losfuhr! Auf Grund dieser Verspätung erreichten wir dann erst den ICE 683 um 17.02 Uhr von Hamburg Hbf. Einen Sitzplatz konnten wir nicht mehr ergattern, so dass wir uns in den Gang hocken mussten. Sehr gemütlich!?

Und dann war es soweit! Um 18.21 Uhr fuhren wir in Hannover ein! Nun hatte uns unser Zuhause wieder! Wir blicken zurück auf ein paar sehr schöne Tage mit Luxus und Abenteuer und wir hoffen, dass der nächste Urlaub nicht so lang auf sich warten lässt.



Reisebericht von Katja und Ingo


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